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Die Zeiten sinkender Hypothekenzinsen sind vorbei!

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Die Zeiten sinkender Hypothekenzinsen sind vorbei - aber warum?

Die Hypothekenzinsen entwickeln sich seit drei Monaten entgegen der allgemeinen Erwartungen. Die Sätze für Hypothekendarlehen mit fünfjähriger Laufzeit sind von April bis Juli um 40 Basispunkte angestiegen. Bei der zehnjährigen Laufzeit ging es sogar um 50 Basispunkte nach oben. Dabei hatte Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) eigentlich zwei Dinge getan, die es in der 15-jährigen Geschichte des Hauses noch nie gab: Der Leitzins wurde Anfang Mai auf historisch tiefe 0,50 Prozent gesenkt. Zudem kündigte der Italiener an, dass die Zinsen im Euroraum auch mittel- und langfristig auf dem niedrigen Niveau oder sogar noch tiefer liegen werden. Beides hätte die Zinssätze auf dem Hypothekenmarkt eigentlich dazu bewegen müssen, erneut zu sinken und nicht zu steigen.

Zinschart

Die Gründe für die aktuelle Zinsentwicklung: Hypotheken sind eng mit Marktpreisen verknüpft
Die Preise für Immobilien steigen in Deutschland in allen Teilbereichen, wie LBS-Verbandsdirektor Dr. Hartwig Hamm vor einiger Zeit in einem Interview mit der Plattform "Haus.de" erläuterte. Es gibt keinen Markt in der Bundesrepublik mehr, auf dem die entsprechenden Preise in der Bundesrepublik rückläufig wären. Besonders drastisch fällt der Preisanstieg dabei in den sogenannten A-Städten (Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Köln) aus.

Die gängige Finanzierung für die eigene Immobilie ist dabei nach wie vor das Hypothekendarlehen. Die Höhe einer Hypothek berechnet sich nach dem Wert einer Immobilie. Bekanntlich wird diese anschließend sogar ins Grundbuch eingetragen. Die Kosten für Hypotheken steigen derzeit also. Damit klettert aber auch das Ausfallrisiko in die Höhe. In den deutschen Ballungsräumen ist die Nachfrage zudem so hoch, dass hier eine Überhitzung droht, wenn sie nicht sogar schon passiert ist.

Die Banken sind gezwungen, über höhere Zinsen Druck von den Märkten zu nehmen, denn zu viele Personen kaufen oder bauen noch immer, obwohl sie gar nicht der Immobilie wohnen möchten, sondern diese als Betongold - also als sichere Geldanlage - betrachten.

Die weitere Zinsentwicklung: Die Hypothekenzinsen werden nicht mehr sinken
Die Preisanstiege auf den Märkten verlaufen zu stabil. Diesbezüglich ist keine Wende zu erwarten. Die EZB hatte durch das Öffnen der Geldschleusen und das wiederholte Absinken des Leitzinses den Hypothekenmarkt in der Vergangenheit soweit manipuliert, dass die Zinsen sanken und nicht stiegen. Doch die jüngste Leitzinssenkung blieb diesbezüglich ohne jeden Effekt. Bestenfalls wurde das noch schnellere Ansteigen der diesbezüglichen Zinssätze gestoppt.

Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass nach der Meinung der Banken die "Schmerzgrenze" auf den deutschen Märkten inzwischen erreicht und überschritten worden ist. Das Risiko weiterer Zinssenkungen ist für die Marktentwicklung zu gefährlich. Die Geldhäuser werden deshalb auch in Zukunft - abgesehen von den üblichen kurzfristigen Ausschlägen in die eine oder anderen Richtung - auf sanft, aber konstant ansteigende Zinsen setzen. Dies gilt vermutlich auch für den Fall, dass die EZB sich dafür entscheidet, noch einmal den Leitzins nach unten zu drücken. Anfang Juli wurde ein entsprechender Versuch von Draghi bereits unternommen, der im EZB-Rat allerdings von den nordeuropäischen Ländern unter der Führung Deutschlands gestoppt wurde.

Draghi machte dabei jedoch deutlich, dass die Leitzinssenkung für ihn nur aufgeschoben, jedoch nicht aufgehoben ist. Entwickelt sich die Wirtschaft in der Euro-Zone weiterhin schleppend, könnte die Senkung nachgeholt werden. Sie würde aber vermutlich nur kurzfristig einen Ausschlag bei den Hypothekenzinsen nach unten bedeuten. Mittel- und langfristig sind die Prozesse, welche die Zinsen in die Höhe ziehen, einfach zu stark.

Die Lehren aus der aktuellen Marktsituation
Die Rückschlüsse, die sich aus der aktuellen Entwicklung ergeben, sind denkbar einfach. In den vergangenen acht Jahren haben sich die Immobilienpreise für Neubauten in den sieben größten Städten der Bundesrepublik um 20 Prozent verteuert. Zeitgleich ist der Leitzins um 3,5 Prozent gefallen. Die Hypothekenzinsen sanken etwa im gleichen Umfang. Die Preisanstiege fressen jegliche Zinssenkungen nicht nur auf, sondern verteuern die Gesamtkosten weiter. Die Marktbedingungen sind deshalb nach wie vor ideal. Ganz gleich, ob man eine Anschlussfinanzierung sucht oder ein Hypothekendarlehen, um zu bauen - man sollte jetzt handeln.



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